13. Apr 2018

Rigoletto

Als Giuseppe Verdi (1813–1901) vom Teatro La Fenice in Venedig 1850 einen Kompositionsauftrag erhielt, entschied er sich für Victor Hugos Drama „Le Roi s’amuse“ als Stoffvorlage. Wie bei Hugo leben auch die Protagonisten in Verdis „Rigoletto“ in ihrer maroden Gesellschaft nicht nur aneinander vorbei, sondern missachten bewusst die Bedürfnisse des Anderen: Ein Herrscher sucht ohne Rücksicht auf Verluste manisch nach erotischer Ablenkung von seiner Langeweile, ein leidender Vater wird verspottet, Höflinge verüben ungestraft ein Verbrechen, ein Vater sperrt seine Tochter zu Hause ein.

Der deutsch-französische Regisseur David Hermann, der zuletzt mit großem Erfolg bei der Ruhrtriennale, an der Oper Frankfurt und dem Teatro Real in Madrid inszenierte, seziert in seiner Inszenierung die Verhaltensmuster innerhalb dieser kühlen Hofgesellschaft, in welcher der Wunsch nach Freiheit und Liebe zwangsläufig zum Tode führt.


Opernhaus Düsseldorf
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